|
Sicherheit
in der Gerätetechnik
Mit
ausgereifter Sicherheitstechnik tragen die Hersteller von Erdgasgeräten
ihren Teil dazu bei, dass die Verwendung von Erdgas heute völlig
unproblematisch ist. Alle Gasgeräte müssen umfangreiche Prüfungen
bestehen, bevor sie auf den Markt kommen - erkennbar am entsprechenden
Prüfzeichen. Insbesondere der DVGV hat mit strengen und umfassenden
Anforderungen dazu beitragen, dass der deutsche Standard höchstes Niveau
erreicht hat.
Zeichen
für Sicherheit:
Was
Ihnen die Prüf-Plaketten verraten.
1.
Gasgeräte bis Baujahr 1995

Diese
nationalen Prüfzeichen bestätigen, dass das entsprechende Gasgerät vom
DVGW gemäß den anerkannten Prüfvorschriften zertifiziert wurde.
2.
Gasgeräte ab Baujahr 1996
Ab
1996 gelten bei den Prüfzeichen die EU-Vorgaben, erkennbar an der
CE-Kennzeichnung mit Kenn-Nummer.

Sie
dokumentiert, dass das Gerät den grundlegenden Sicherheitsanforderungen
innerhalb der EU entspricht.
Qualität
setzt besondere Zeichen:

Zusätzlich
zu den sicherheitstechnischen Mindestan-forderungen der EU-Normen
erfüllen, Gasgeräte mit dem DVGW-Qualitätszeichen alle Kriterien, die
dem bewährten deutschen Standard entsprechen. Dazu gehört zum Beispiel
die automatische Zündsicherung: ohne Flamme kein Gas - absolut
beruhigend!
Sicherheit
bei Installation und Reparaturen
Auch
für die Verlegung von Erdgasleitungen und das Aufstellen von
Erdgasgeräten gibt es bewährte Technische Regeln des DVGW, die einen
hohen Sicherheitsstandard gewährleisten.
Nur
der Fachmann bringt's!
Schauen
Sie bei der Auswahl Ihres Handwerksbetriebs deshalb genau hin: Nur
eingetragene Fachbetriebe geben Ihnen die Gewissheit, dass diese Regeln
bei der Installation und Reparatur Ihrer Gasanlage auch eingehalten
werden.
Falls Sie Zweifel haben: Fragen Sie uns nach eingetragenen Fachbetrieben!
Sicherheit
im Haus

Der Erdgas-Hausanschluss: Hier liegt die Schnittstelle zur Gasübergabe
"für den Hausgebrauch" - und zugleich die Schnittstelle der
Zuständigkeit. Denn: Ab der Hauptabsperreinrichtung des Hausanschlusses
liegt die Verantwortung für die Gas-Installation in den Händen von
Eigentümern und Mietern.
Sicherheit
im Haus:
Dichtheitsprüfung
alle 12 Jahre...
Vor der ersten Inbetriebnahme müssen alle Gasleitungen auf Dichtheit
geprüft werden - sonst wird der Anschluss nicht freigegeben. Um auf
Nummer Sicher zu gehen, sollten Eigentümer und Mieter etwa alle 12 Jahre
wiederholen lassen. Natürlich von einem eingetragenen Fachbetrieb!
...
und "Hausschau-Check" einmal im Jahr.
Mit der richtigen Behandlung und der regelmäßigen Hausschau sorgen Sie
dafür, dass ihre Gasanlage intakt bleibt und Risiken gar nicht erst
entstehen. Keine Bange: Der Jahres-Check ist schnell gemacht, und Sie
brauchen dafür auch keine besonderen technischen Kenntnisse und
Fähigkeiten. Genau hinschauen genügt!

Einmal
im Jahr Erdgasleitungen und Erdgasgeräte in Augenschein nehmen: ganz
einfach mit der Checkliste
|
|
Jahres-Check,
Teil 1:
Der
Gasleitungscheck |
|
Absperreinrichtung
frei zugänglich?
Absperreichrichtungen dienen dazu, im "Falle eines Falles" oder
bei kurzfristiger Stilllegung von Gasanlagen die Gaszufuhr zu
unterbrechen.

So
kann sie aussehen...

oder
so: Haupt-Absperr-Einrichtung am Hausanschluss
Die
Hauptabsperreinrichtung sitzt dort, wo die Gasleitung durch die Wand ins
Haus kommt, manchmal auch in einem Anschlusskasten außerhalb des
Gebäudes. Sie trennt die gesamte Gasanlage von der Gaszufuhr ab.
Außerdem gibt

Wer
hier im Notfall räumen muss, verliert wertvolle Zeit.
Deshalb:
Absperreinrichtungen immer frei halten!
es eine weitere Absperreinrichtung direkt vor dem
Erdgaszähler im Keller oder in der Wohnung.
Halten
Sie diese Absperreinrichtungen
immer gut zugänglich.
Denken Sie daran:
Im
Notfall muss man ganz schnell dort ran!
Gasleitungen
gut befestigt...
Gasleitungen verlaufen oft frei verlegt vor der Wand oder unter der Decke.
Achten Sie darauf, dass sie entsprechend gut befestigt sind und keine "Durchhänger" haben.
Ebenfalls wichtig: Gasrohre sind keine Lastenträger. Also weg mit
Fahrrad, Blumenampel oder Babywippe von der Gasleitung - auch wenn's noch
so praktisch wäre...
...
und einwandfrei in Schuss?
Gasleitungen sind aus hochwertigem Material gefertigt, das eine hohe
Lebensdauer sicherstellt. Irgendwann kann aber auch hier der Zahn der Zeit
nagen - vor allem in feuchten Räumen, z. B. in Kellern oder Waschküchen.
Schauen Sie deshalb besonders genau hin:
• wenn Gasleitungen durch Wände und Decken führen
• wenn Gasrohre neben, unter oder über anderen Leitungen verlaufen
• wenn Gasrohre in feuchten oder unbelüfteten Räumen verlegt sind.
Blättert
irgendwo die Farbe ab?
Da können Sie ruhig selbst zum Pinsel greifen.
Sieht die Gasleitung angegriffen aus - vielleicht, weil von einer
Kaltwasserleitung darüber ständig Schwitzwasser 'runtertropft? Dann auf
keinen Fall Do-it-Yourself - rufen Sie den Fachmann.
Rohre
verkleiden? Dann aber auch für Lüftung sorgen!
Sie wollen die Gasleitungen in Keller oder Wohnung verkleiden, damit's
schöner aussieht? Warum nicht, aber achten Sie unbedingt auf Lüftungsöffnungen in der Verkleidung. Denn der Hohlraum dahinter muss
immer gut durchlüftet sein!
|
|
Jahres-Check,
Teil 2
Der
Gasgeräte-Check
|
|
Auch
Ihre Gasgeräte brauchen frische Luft: Verbrennung funktioniert nur mit
Sauerstoff - und den nehmen sich insbesondere Gasgeräte aller Bauart
meist aus der Luft im Aufstellraum. Nur Raumluftunabhängige Gasgeräte
bekommen ihre Verbrennungsluft von draußen - Ihr Fachmann sagt Ihnen mehr
dazu.
Genug
Luft zum "Atmen"?
In vielen Fällen sorgen spezielle Verbrennungs-luftöffnungen in Türen oder
Wänden des Aufstellraums für den notwendigen Nachschub an frischer Luft.
Klar, dass dieses Öffnung auch offen bleiben müssen - sonst bleibt Ihrem
Gerät buchstäblich die Luft weg!
Alles
prima abgedichtet - oder zusätzliche Geräte angeschafft?
Wollen
Sie Fenster und Türen in Aufstellraum oder Wohnung abdichten oder neu
einbauen? Oder wollen Sie in der Nachbarschaft von Gasgeräten andere
Geräte installieren, die ebenfalls Luft aus dem Raum oder der Wohnung
"abzapfen" - eine Abluft-Dunstabzugshaube oder einen
Abluft-Wäschtrockner zum Beispiel? Dann sprechen Sie auf jeden Fall mit
einem Fachmann - Ihrem Schornsteinfeger oder dem Installateur. Denn auch
diese Veränderungen können die Luftversorgung ihres Gasgeräts
beeinflussen.
Gas
aus der Steckdose?
Ist Ihr Gasherd an einer praktischen Gas-Steckdose angeschlossen? Dann
prüfen Sie bitten den Schlauch: Er darf nicht verdreht oder verknickt
sein. Auch zu heiß darf es ihm nicht werden. Also auf genügend Abstand
zu den offenen Flammen und der heißen Umgebung des Backofens achten!
Schmutz
schluckt nicht nur Energie
Bei
Gasgeräten, die Ihre Verbrennungsluft aus dem Aufstellraum entnehmen,
können vor allem Staub oder Flusen - von Wäschetrocknern, von der
Werkbank, aus der Küche - die feinen Düsen im Gasbrenner mit der Zeit
zusetzen. Die Folge: Die Verbrennung wird schlechter, der Energieverbrauch
steigt, das Risiko einer Störung im Gerät nimmt zu. Im Extremfall dann
durch eine schlechte, unvollständige Verbrennung sogar Kohlenmonoxid
entstehen und das kann Vergiftungsgefahr bedeuten.
Wartung
notwendig?
Moderne Technik kann viel aber Dauerbetrieb wirkt sich irgendwann bei
jedem Gerät aus - sogar bei raumluftunabhängigen Gasgeräten mit ihrem
deutlich geringeren Wartungsbedarf.
Ihr Schornsteinfeger überprüft regelmäßig Ihr Gasgerät und die
Abgasanlage. Er sagt Ihnen, wann eine Wartung notwendig ist. Falls
erforderlich, sollten Sie umgehend Ihren Installateur oder Heizungsbauer
mit der Wartung beauftragen. Das Gasgerät wird dabei gründlich gereinigt
und gegebenenfalls der Brenner neu eingestellt. Sind Teile abgenutzt, kann
der Fachmann sie vorsorglich gleich austauschen. So arbeitet Ihr Gerät
immer sparsam und zuverlässig - über lange Zeit.
Wartung
überfällig, daran erkennen Sie's!
-
bei sichtbarer Flamme: Flamme brennt mehr gelb als
blau
-
Russspuren, Verschmutzungen, Verfärbungen am, im oder um das
Gasgerät
-
ungewöhnliche Geräusche beim Anspringen
-
auffälliger
Gasgeruch beim Betrieb
-
beschädigte oder fehlende Bedienungsknöpfe
Ihr
Gasgerät weist den einen oder
anderen Schwachpunkt auf?
Dann schnell
mit einem Fachmann sprechen!
Quelle: DVGW |